(Spiel-)Theoretisch: Kuhnpoker

Freitag, 31. Juli 2009
Aus spieltheoretischen Versuchen entstand die nach seinem Entwickler Harold W. Kuhn benannte Pokervariante "Kuhnpoker". Diese Variante wurde für zwei Spieler entworfen und wird mit lediglich drei Karten gespielt.

Wie bei anderen Pokerarten auch beginnt das Spiel damit, dass die Gamer einen Ante setzen. Nun erhalten die Spieler ihre erste Karte und haben wiederum die Möglichkeit, einen Ante zu setzen bzw. zu passen. Wenn beide Spieler dieselbe Option wählen, kommt es bereits jetzt zum Showdown, d.h. der Spieler mit der höchsten Karte erhält den Pot. Hat ein Spieler gepasst, der andere aber gesetzt, so gewinnt automatisch der Letztere.

Mit der Entwicklung des Kuhnpokers wurde gezeigt, dass der erste Spieler in jedem Fall verlieren wird, wenn das Spiel n-mal wiederholt wird und Spieler 2 keine Fehler macht. Gewinnen kann Spieler 1 nur dann, wenn sein Gegner von der optimalen Strategie abweicht. Das Dilemma des ersten Spielers besteht aus einem Informationsdefizit. Spieler 2 kann dagegen regelmäßig abwarten, weil er danach an der Reihe ist.

Aufgrund des eher "künstlich" erzeugten Spiels wird der Kuhnpoker in keinem Casino gespielt; viele Pokerprofis berücksichtigen aber Erkenntnisse aus der Spieltheorie für ihre Strategien.

Verrückte Ananas: Crazy Pineapple Poker

Sonntag, 12. Juli 2009
Crazy Pineapple (zu deutsch: "Verrückte Ananas") ist eine Variante von Poker Hold'em. Im Gegensatz zum "normalen" Hold'em müssen die Spieler jedoch nach dem Flop eine Karte aussortieren und haben insgesamt drei Pocket Cards.

Pocket Cards werden die aufgedeckten Karten genannt, von denen jeder Spieler drei Karten erhält. Im Rahmen der ersten Wettrunde wird der Flop bestehend aus drei Community Cards offen auf den Tisch gelegt. Bei der zweiten Wettrunde sind alle Gamer verpflichtet, eine Pocket Card auszusortieren, während der Dealer eine weitere Karte neben den Flop legt. In der folgenden Wettrunde wird mit dem sogenannten "River" die letzte Karte offen gelegt. Zwischen den im Spiel verbliebenden Pokerspielern kommt es nun zum Showdown.

In der Endrunde beim Crazy Pineapple sind folgende Karten relevant: Entwedet alle fünf Karten, die verbliebenen zwei Pocket Cards plus drei Community Cards oder eine Pocket Karte und vier Gemeinschaftskarten.

Die Grundlage: Five Card Draw Poker

Sonntag, 28. Juni 2009
Neben Hold'em und Stud Poker ist Draw Poker die dritte große Kategorie der Pokervarianten. Allerdings wurde sie hauptsächlich früher gespielt, mittlerweile ist sie kaum noch verbreitet.

Unter die Kategorie des Draw Poker fallen sämtliche Spielvarianten, bei denen die Spieler mit normalerweise fünf Karten eine Hand bilden muss. Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, einen Kartentausch vorzunehmen.

Das bekannteste und vermutlich auch älteste Spiel, das zur Draw Kategorie gehört, ist der Five Card Draw. Es wird mit 52 Karten gespielt. Wie bei anderen Pokervarianten auch, wird zu Beginn von jedem Spieler der Grundeinsatz eingefordert.

In der ersten Runde erhalten zunächst alle Teilnehmer fünf verdeckte Karten. Innerhalb der ersten Wettrunde wird dann reihum gewettet bzw. weitergegeben ("check"), ohne einen Einsatz zu tätigen. Hat ein Gamer den ersten Einsatz gewettet, können die anderen Spieler nur noch reagieren, indem sie selbst mindestens den gleichen Betrag einzahlen oder aussteigen.

Ist die erste Wettrunde beendet, geht es an den Kartentausch, den sogenannten Draw. In der Regel können bis zu vier Karten getauscht werden, indem die alten Karten verdeckt auf den Tisch gelegt und die neuen vom Stapel der restlichen Karten abgehoben werden. Selbst wenn die neuen Karten schlechter sind als die vorherigen, ist es den Spielern nicht gestattet, die abgelegten Karten zurückzuholen. Die aussortierten Karten werden auch nicht zum restlichen Stapel dazugelegt, sondern schlicht aussortiert.

Nach dem Kartentausch folgt die zweite Tauschrunde. Ist bis dahin nur noch ein Spieler im Rennen, hat dieser gewonnen. Andernfalls kommt es zum Showdown, das heißt, die Karten werden offen auf den Tisch gelegt. Derjenige Spieler mit dem besten Blatt hat gewonnen und bekommt den Pot.

Poker - so unterscheiden sich die Spielvarianten

Montag, 27. April 2009
Worin unterscheiden sich eigentlich grundsätzlich die vielen Varianten des Pokerspiels? Prinzipiell lassen sich fünf „Stellschrauben“ ausmachen, an denen „gedreht“ werden kann, um das Pokerspiel zu variieren. Zu den Kriterien gehören:

1. Sonderregeln: Viele Gamer einigen sich während des Spiels auf eine oder mehrere Regeln, die von den regulären Pokerregeln abweichen. Akzeptieren alle Spieler den eingebrachten Vorschlag zu einer Regeländerung, wird diese auch durchgesetzt und für den Rest des Spiels beibehalten.

2. Art des Spiels: Im Allgemeinen wird zwischen drei Grundrichtungen des Kartenpokers unterschieden, und zwar Hold’em, Stud Poker und Draw Poker. game-resources.com stellt diese Pokerarten online vor und verrät Tipps, Tricks und Eigenheiten der Spiele.

3. Struktur des Blinds: Die Blind-Struktur bestimmt die Einsatzeinheiten beim Pokern.

4. Wertung: Hierbei geht es darum, welche Kartenkombination tatsächlich als die höchste angesehen wird. Gängig ist die High-Variante, in der die beste Hand aus dem Royal Flush besteht. Das Gegenstück dazu ist die Lowball-Variante, in der das Ass die niedrigste Karte darstellt.

5. Setzstruktur: Durch sie werden die Höhe des Einsatzes sowie die Möglichkeit der Erhöhung geregelt. Wie die Variante „No Limit“ bereits andeutet, darf hier zu jeder Zeit all in gegangen werden, das heißt, sämtliche Chips dürfen gesetzt werden.

Bei diesen Kategorien handelt es sich aber nur um grobe Unterteilungsmuster. Durch die Vielzahl an Kasinos, Online Poker Portalen und Spielangeboten hat sich eine breite Palette an unterschiedlichen Pokervarianten und Spielweisen herausgebildet. Kennt man jedoch die grundlegenden Regeln von Poker, so lassen sich die Abweichungen und Änderungen recht schnell erlernen.

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