Die Bundesbank pokert
Montag, 23. August 2010
Die Bundesbank wird hart kritisiert, weil ein Grossteil der Druckaufträge für den Euro zukünftig im Ausland abgewickelt werden soll. Die Berliner Bundesdruckerei erhält keine Aufträge mehr, die Druckerei Giesecke & Devrient soll nur noch die 5-Euro-Banknoten drucken dürfen. Bis jetzt druckten die beiden Häuser auch die 10- und 50-Euro-Banknoten. Ab nächstem Jahr sollen zwei private Gelddruckhäuser in Holland und Frankreich den erklecklichen Rest übernehmen. Die Mitarbeiter der Druckereien und die Gewerkschaft verdi protestierten heftig und forderten den Rücktritt von Bundesbank-Chef Weber. Die Gewerkschaftler argumentieren, dass die Druckhäuser einige Millionen Euro für die Entwicklung verwendet hätten, z. B. für unsichtbare Sicherheitskennzeichen auf den Geldscheinen - diese Investitionskosten könnten nur reamortsiert werden, wenn die Druckereien auch die Bestellungen über den Druck der Banknoten erhielten. Die Bundesbank pokert aber weiter und liess verlauten, dass für die laufende Euro-Herstellung keine Entwicklungskosten mehr anfielen und erst in der nächste Euro-Generation erneut Investitionen notwendig seien. Wieso lässt die Bundesbank nicht gleich bei einer Onlinedruckerei ihre Geldscheine drucken, das ist noch günstiger
Weitere Infos und Tipps gibt`s im Blog Online Drucken.



