Polizei knackt "Poker-Ring"

Freitag, 27. November 2009
Jeder hat das Recht, Poker zu spielen. Zumindest sollte man das meinen. Doch eine bizarre Geschichte aus Zypern scheint dieses Gesetz zu widerlegen: Dort verhaftete die Polizei nämlich gleich 42 Frauen, die sich zum Pokern in einem privaten Anwesen getroffen hatten.

Informationen von pokernews.com zufolge hatten sich die Frauen im Alter zwischen 75 und 95 Jahren regelmäßig getroffen, um mit ein bisschen Wetteinsatz Poker zu spielen. Bis das Kaffeekränzchen von einem Anwohner nicht länger geduldet und der Polizei gemeldet wurde.

Diese beschlagnahmte sämtliche Spielkarten und Pokerchips und nahm die Damen mit aufs Revier. Nach einem kurzen Verhör, der Aufnahme der Daten und dem Verhängen einer Geldstrafe wurden diese aber schon bald wieder auf freien Fuß gelassen.

Die Pokerwelt ist zugleich amüsiert und schockiert: Als ob es auf der Insel keine anderen Probleme gäbe...

Höchster Pot in Online Poker Geschichte vergeben

Samstag, 21. November 2009
Es ist der höchste Pot, der beim Online Poker jemals erzielt wurde: Patrik Antonius heißt der Gewinner von knapp 880.000 US-Dollar. Damit knackte er den bisherigen Rekord von etwas mehr als 700.000 US-Dollar, der beim Online Pot Limit Omaha erzielt wurde.

Das Mitglied des Team Full Tilt Poker Antonius hatte es mit dem schwedischen Gamer "Isildur1" aufgenommen. Gleich an vier $500/$1000 Omaha-Tischen spielten die beiden Pokerfanatiker und lieferten sich einen heftigen Schlagabtausch. Schnell erhöhte sich der Pot auf einen sechsstelligen Betrag, bis er schließlich das Rekordniveau von 878.958,50 US-Dollar erreichte.

Der Betrag toppt den bisherigen Rekord von 702.925 US-Dollar, der zwischen Ilari Sahamies und Dwan gespielt worden war. Gleichzeitig übertrifft er den höchsten Pot, der in sämtlichen Online Poker Varianten erzielt wurde. Hier ging es um 723.938 US-Dollar zwischen Dwan und Di Dang. Bei dieser Summe waren Holdem Matches gespielt worden.

WOSP-Sieger: "Werde weiter online pokern"

Sonntag, 15. November 2009
Er ist erst 21 Jahre alt und seit kurzem um stolze acht Millionen US-Dollar reicher: Joseph Cada heißt der neue Weltmeister der Pokerweltmeisterschaft. In einem packenden Finale in Las Vegas setzte sich Cada gegen Darvin Moon durch, der in der Pokerszene bislang eher unbekannt war.

Genau 8.547.042 US-Dollar kassierte der aus Shelby stammende Pokerspieler nach dem Finale der World Series of Poker (WSOP) und vervielfachte das Stargeld von 10.000 Dollar auf dramatische Weise. Er setzt den Trend zu immer jüngeren Siegern in der Gamer-Szene fort und setzt sogar noch einen drauf: Denn der dänische Vorjahressieger Peter Eastgate war immerhin 22, als er die WSOP für sich entschied.

In insgesamt 57 Partien des Poker-Klassikers "Texas Hold'em" konnte sich Cada durchsetzen, für das Finale im Rio All-Suite Hotel in Las Vegas qualifizieren und den Titel schließlich mit nach Hause nehmen.

Am Wettbewerb hatten insgesamt knapp 6.500 Gamer aus aller Welt teilgenommen, doch schon im Juli begrenzte sich das Feld der Übriggebliebenen auf neun Pokerstars. Die Runde war eine bunte Mischung aus erfahrenen Pokerpros, gescheiterten Investmentmanagern und Holzfällern wie Moon, der es schließlich sogar ins Finale schaffte. Völlig unbeeindruckt von dem ganzen Rummel gab dieser trotz seines überraschenden Erfolges bekannt: "Ich habe keine Lust mich zu binden, durch die Welt zu fliegen und keine Zeit mehr zu haben."

Etwas aufgeregter waren dagegen die Pokerfans, die ein packendes Finale voller spannenden Twists und wechselndem Glück sahen. War Moon die ersten dreißig Minuten klarer Chip-Leader, riss Cada - der schon in den Runden davor kurz vor dem Scheitern stand - das Ruder rum und entschied schließlich das Spiel für sich. Aber auch der Gewinner bewertete den Erfolg nicht über: Er gab bekannt, weiterhin von Montag bis Samstag online pokern zu wollen und am Sonntag Turniere zu spielen.

Köln: Bald Kasino statt Karneval?

Sonntag, 8. November 2009
Zieht das Kasino Aachen bald nach Köln? Die Zeichen mehren sich, dass in der Karnevalsstadt bald auch die Pokertische ausgepackt werden. Als mögliche Standorte in der Domstadt werden bereits diskutiert: das Messegelände oder die Flora.

Zwar sehen die Pachtverträge zwischen Aachen und dem Betreiber des Kasinos, der Westspiel GmbH, noch eine Laufzeit bis zum Jahr 2016 vor. Doch seit längerem kämpft der Standort mit Problemen. Vor allem die Konkurrenz mit dem grenznahen Ausland macht dem Kasino zu schaffen: 2008 verzeichnete es 135.000 Gamer - ein Verlust von sechszehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

In Köln verfolgt man die Diskussionen daher mit Spannung. In der Stadt selbst gibt es kein Kasino, da die Landesregierung die Zahl der Standorte in Nordrhein-Westfalen auf vier begrenzt hat. Momentan sind dies neben Aachen noch Duisburg, Dortmund-Hohensyburg sowie Bad Oeynhausen.

Quelle: koeln.de

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